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27.02.2020, 11:12 Uhr
 
„Das Knie ist mein Ding“ Dr. Hilgenberg hält Vortrag vor der CDU Senioren-Union Vechta
Die Senioren-Union Vechta hatte zu ihrer ersten Veranstaltung 2020 am 20.2.2020 Dr. Jens Hilgenberg, den Chefarzt für Chirurgie, Orthopädie und Sportmedizin am St. Marienhospital in Vechta, zu einem Vortrag eingeladen. Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden der Senioren-Union, Helmut Backhaus, behandelte Dr. Hilgenberg in einer interessanten, kompakten und mit Power-Point-Folien und Modellen wirkungsvoll unterstützten Darstellung  unter dem Thema „Das Knie ist mein Ding“ die Beschwerden, die sich in Form von Verschleiß oder Verletzung des wohl am meisten beanspruchten menschlichen Gelenks zeigen. Ob Zyste, Prellungen, Knorpelverschleiß, Bänderriss oder Meniskus- und Kreuzbandriss, die Probleme verursachen z. T. enorme Schmerzen und Leistungsminderung. Als Ursache des Kreuzbandrisses sind häufig plötzliche Stoppbewegungen, Richtungswechsel oder äußere Gewalteinwirkungen auszumachen. Bei einer starken Abnutzung des Knorpels kommt es zu einer Arthrose, die starke belastungsabhängige Schmerzen verursacht. Eine genetische Veranlagung, das Alter oder auch hormonelle Faktoren wirken dabei als Ursache zusammen.
v. links: Otto Rauert, Manfred Ostendorf, Franz Benediek, Ingelore Meistermann, Dr. J. Hilgenberg, Helmut Backhaus, Gottfried Grieshop, Günter Meyer

Die Behandlung des Knies ist abhängig von einer sorgfältigen Diagnose, wobei der Arzt die Wahl zwischen systematischer klinischer Untersuchung (oft manuell), Röntgenbild, Kernspintomografie und Kniespiegelung hat. Der Nutzen der letzteren Methode ist wissenschaftlich nicht belegt und insofern riskant. Sie wird daher auch seit einem Jahr von den gesetzlichen Krankenkassen nicht mehr bezahlt. Die verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten umfassen z. B. die konservative Behandlung, die mithilfe von Medikamenten, Physiotherapie, physikalischer Therapie und Bewegungstherapie arbeitet, und das operative Verfahren, das in Knorpelglättung, Knochenmark-stimulierendem Verfahren, Einfügen von sog. Chondroplastiken oder Transplantation von Knorpelzellen besteht. Die Belastungsschmerzen können durch diese Methoden verringert, und der Knorpelverschleiß kann vermieden oder zumindest hinausgezögert werden. Als letztes Mittel bleibt, so Dr. Hilgenberg, die Prothese für das Kniegelenk.
Die 55 Seniorinnen /Senioren verfolgten bis zuletzt gespannt die Ausführungen von Dr. Hilgenberg.
Der Vorsitzende bedankte sich mit einem wohlschmeckenden „Georgsritter“.

Text: Helmut Backhaus
Fotos: SU-Stadtverband Vechta 
 

 
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aktualisiert von Gisbert Dödtmann, 29.02.2020, 14:23 Uhr
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